Götzis – Ein Rückschlag auf meinem Weg zurück

Wettkampf

Mit viel Vorfreude, aber auch realistischen Erwartungen, reiste ich nach Götzis. Nach meiner Knieoperation wusste ich, dass vor allem der Hochsprung eine grosse Herausforderung werden würde. Trotzdem fühlte ich mich in den meisten Disziplinen bereit und wollte endlich zeigen, woran ich in den vergangenen Monaten gearbeitet hatte.

Der Wettkampf verlief jedoch anders als erhofft. Bereits nach dem 100-Meter-Lauf spürte ich mein Knie, und von da an wurde jede weitere Disziplin zur Herausforderung. Im Weitsprung konnte ich nicht mehr richtig anlaufen und musste sogar mit dem falschen Bein abspringen. Auch im Kugelstossen war ich gezwungen, meine Technik anzupassen.

Gemeinsam mit dem medizinischen Team versuchten wir zwischen den Disziplinen alles, um mein Knie wieder wettkampffähig zu machen. Doch mir wurde zunehmend klar, dass ich den Hochsprung nicht würde bestreiten können. Schweren Herzens entschied ich mich, auf die Disziplin zu verzichten. Den 400-Meter-Lauf absolvierte ich noch, bevor ich nach einer erneuten Einschätzung beschloss, am zweiten Tag nicht mehr anzutreten.

Die Enttäuschung war gross, denn ich weiss, dass ich aktuell zu deutlich mehr fähig bin. Gleichzeitig musste ich lernen, auf meinen Körper zu hören und eine Entscheidung zu treffen, die langfristig das Richtige ist.

Jetzt gilt es, die Ursache der Beschwerden abzuklären, mich vollständig zu erholen und den Blick nach vorne zu richten. Vielen Dank an alle, die mich in Götzis und von zu Hause aus unterstützt haben. Eure Nachrichten und eure Unterstützung bedeuten mir viel.

Es ist ein Rückschlag auf meinem Weg zurück, aber ich werde weiterarbeiten und alles daransetzen, stärker zurückzukommen.

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